Kategorien-Archiv: Definitionen

III. Definition des Witzes – Christian Wolff

(§ 476) “Facilitatem observandi rerum similitudines Ingenium appellamus.” (1)
dagegen:
(§ 332) “Facultas in uno multa distinguendi dicitur Acumen.” (2)
und zur Erklärung:
“Der Witz ist eine Leichtigkeit die Ähnlichkeiten wahrzunehmen: alles demnach, was dazu hilft, dass wir die Ähnlichkeit wahrnehmen, bringt uns zu größerem Witz. Zwei Dinge sind einander ähnlich, wenn dasjenige, woraus man sie erkennen und voneinander [...]

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II. Definition des Witzes – G. A. Baumgarten in der Metaphysica (1757)

(§ 572) “Habitus identitates rerum observandi est INGENIUM STRICTIUS DICTUM (eigene Anmerkung: Witz im engeren Sinne).” Zu den identitates zählt Baumgarten: congruentias, aequalitates, proportiones und similitudines.
dagegen:
(§ 573) “Habitus diversitates rerum observandi ACUMEN (eigene Anmerkung: Scharfsinn) est.”
zusammen:
(§ 573) “Acutum ingenium es PERSPICACIA (eigene Anmerkung: eine durchdringende Einsicht).”
und:
(§ 575) “Identitates diversitatesque rerum vel distincte percipio [...]

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I. Definition des Witzes – Immanuel Kant

„Der Witz paart (assimiliert) heterogene Vorstellungen, die oft nach dem Gesetze der Einbildungskraft (der Assoziation) weit auseinander liegen, und ist ein eigentümliches Verähnlichungsvermögen, welches dem Verstande (als dem Vermögen der Erkenntnis des Allgemeinen), sofern er die Gegenstände unter Gattungen bringt, angehört. Er bedarf nachher der Urteilskraft, um das Besondere unter dem Allgemeinen zu bestimmen und [...]

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