Aussichtslos, mein Name, ich bin der direkte Nachkomme der Hoffnung, Ihn dürften Sie doch wohl bereits kennen gelernt haben, Sie wissen schon bevor Sie mich kennen lernten und so, ja, jetzt ziehen Sie aber nicht so ein krauses Gesicht, mit mir kommt man auch gut klar, da kann ich Sie beruhigen, andere haben es auch [...]
„Wenn Scharfsinn ein Vergrößrungs-Glas, so ist der der Witz ein Verkleinerungs-Glas. Glaubt ihr denn dass sich bloß Entdeckungen mit Vergrößerungs-Gläsern machen ließen? Ich glaube mit Verkleinerungs-Gläsern, oder wenigstens durch ähnliche Instrumente in der Intellektual-Welt sind wohl mehr Entdeckungen gemacht worden. […].“ (1)
Anmerkung: Geht also nach Lichtenberg der Scharfsinn auf das Besondere, so geht der Witz [...]
Ludwig Wittgenstein verglich in den Philosophischen Untersuchungen die Sprache mit einer alten Stadt – „ein Gewinkel von Gässchen und Plätzen, alten und neuen Häusern mit Zubauten aus verschiedenen Zeiten: und dies umgeben von einer Menge Vororte mit geraden und regelmäßigen Straßen und mit einförmigen Häusern.“(1) Diesen Vergleich als Warnschild hochgehalten, sei darauf hingewiesen, dass der [...]
Ohne an dieser Stelle eine tiefgehende sprachwissenschaftliche Etymologie leisten zu wollen, geht der Begriff „Witz“ auf die indogermanische Sprachwurzel *uied- (vid) zurück. Interessanterweise haben sich aus derselben Sprachwurzel auch die Worte „wissen“ und „weise“ gebildet.(1) Genealogisch liegt die Gemeinsamkeit der Sprachwurzel in der optischen Sphäre des Sehens gegründet.(2) Sowohl eine Beziehung zur Kognition als auch [...]
Die vorläufige Vermutung, die diese Spurensuche trägt, lautet:
Das heutzutage oftmals leere Gerede über Kreativität findet durch die Rückbindung auf den Witzbegriff und auf analogische Denkformen im Allgemeinen eine unverzichtbare Bereicherung. Der Witz liefert eine Beschreibungssprache für ein Konzept von Kreativität und diese hilft den gegenwärtigen Missstand zu überwinden, dass zwar von allen Seite Kreativität gefordert [...]